Dead Zivilisation

 

Hersteller: Eigenbau

Maßstab: 37 x26 cm

Material: Papier, Gips u.v.a.

 

 

 Text und Fotos © 2010 Robert Holzacker | Screen Name im SFMForum : Scifiliterat

„Das Szenario“

Basiert auf einer ganzen Reihe von Bildeindrücken aus meinen verschiedenen SciFi-Art-Books und von Endzeitfilmen her. Auf manchen dieser Bilder sieht man Raumschiffe oder Fahrzeuge der raumfahrenden Menschheit, die sich den Artefakten untergegangener Zivilisationen oder vergangener Sternenkriege gegenüber sehen. (siehe Bild „Reminiszenzen“) Ich musste diese Eindrücke also nur in eine „Eiswelt“ übertragen.

„…Nach der Landung auf Fiorina 4 sehen wir alle unsere Vermutungen bestätigt. Die von “New-Mariner 96“ übermittelten Aufnahmen wiesen auf gigantische architektonische Formen auf der Oberfläche dieser Welt hin. Allerdings wurden keinerlei Radiosignale oder andere Hinweise auf eine blühende Zivilisation festgestellt.

Wir haben 3 Mann auf der „Marco-Polo“ zurückgelassen und sind mit dem Shuttle und den restlichen16 Mann gelandet. Nach dem ausschleusen 2er Kettenfahrzeuge und des Gleiters wurde eine erste oberflächliche Sondierung vorgenommen. Die Gebäudekomplexe sind auf eine Tiefe von ! ca. 550m! von Eis umschlossen. Mortensen der Planetologe schätzt den Beginn der Vereisung auf einen Zeitpunkt vor etwa 14.000 Jahren. Damals kam es zu einer abnormen Häufung von Sonnenflecken welche seit etwa 12.000 Jahren die gesamte Sonne vollständig verdunkeln. Laut unseren Untersuchungen handelt es sich nicht um Wassereis sondern um ausflockende Atmosphäre. Mortensen hat für dieses Phänomen einen Begriff geprägt. „Dead Snow“. 

Nach seiner Ansicht wird in weiteren 1.200 Jahren auch der letzte Rest von Atmosphäre als Eis an die Oberfläche gebunden sein. Der Tiefenscan legt nahe dass es sich bei den Gebäuden um autarke Stadtkomplexe handelt. Energetische Emissionen sind nur im Bereich von Reststrahlung auffindbar. Biosignaturen überhaupt nicht. 

Die Gebäude sind völlig unbeschädigt. Daher erscheint der Verbleib der Erbauer rätselhaft. Ich habe für die Dunkelperiode (13 Stunden) eine Ruhepause und Erholung für die gesamte Besatzung veranlasst. Morgen werden wir uns Zugang zu dem vorläufig mit „Stadtkomplex-Orange“ bezeichneten Bau verschaffen und mit der detaillierten Erforschung beginnen. 

Ich bin zuversichtlich – viele neue Erkenntnisse technischer Natur harren hier, von der Kälte konserviert der Entdeckung.

Commander William de Guy vom Forschungskreuzer der Terranischen Konföderation, TK-FC-215 „Marco Polo“, Logbuch des 17. Mai 2938, ENDE“

Das Modell:

Es ist ein kompletter Eigenbau:

Die Gebäude und Fahrzeuge sind alle aus Papier gemacht. Die Gebäude sind 4-seitig. Es wurden in Illustrator nur jeweils eine Seitenwand und der „Deckel“ pro Gebäude als Datei angelegt. Dann im Photoshop mit Relief-Filter bearbeitet damit die Oberflächen nicht so glatt aussehen, und zum jeweiligen Papier-Ausschneidebogen mit 4 Seitenwänden zusammengefügt.

Ausgedruckt mit einem Xerox-Drucker auf 280g Papier.

Die Fahrzeuge wurden ähnlich erstellt.

Das Shuttle ist gerade mal 3,5 x 4,5, x 3 cm groß die Raupenfahrzeuge und der Gleiter etwa 1 x 0,5 x 0,3 cm.

Die „3 Markierungspfosten sind aus dem schmalsten Teil eines Zahnstochers geschnitten. Orange und schwarz betupft mit Filsstift und aufgeklebt.

Für die Basis hat der Deckel eines alten Puzzles hergehalten. (37 x26 cm)

Außen habe ich schwarzes Gewebeband darüber geklebt damit es glänzend schwarz aussieht und gegen Feuchtigkeit resistenter ist. Da hinein kamen 4 Päckchen aus 3-fach übereinander liegender sehr starker Wellpappe – mit Kontaktkleber festgeklebt (jeweils an den Ecken). Eine weitere Wellpappe wurde genau auf die Abmessungen der Schachtel zugeschnitten und auf die Päckchen geklebt. So bleibt unten etwas Luftraum für eine eventuelle spätere Elektrifizierung der Gebäude. Außerdem wird das ganze leichter. Für die Landschaftsgestaltung kam nun eine dünne Hartschaumplatte darüber. Die 5 Gebäude wurden provisorisch darauf gestellt und deren Position mit Filzstift angezeichnet. Nun habe ich die Platte an diesen Stellen komplett durchgeschnitten, damit die Papiergebäude später auf den darunter liegenden Karton geklebt werden konnten. Dann Gelände vorschneiden und mit Spachtelmasse überziehen. Nach Trocknung Unebenheiten nachfeilen und glätten. Weiß grundieren. Modelle einkleben. Nun Schneespray über Landschaft und Gebäude auftragen.

Die Landschaftsform empfindet schon typische Schneeverwehungen nach. Die Sprayrichtung verstärkt den Effekt noch. So ist mehr davon an den Gebäudekanten und überhaupt der rechten Seite.

So – nur noch die Ausrüstung der Forscher lose auf die Diorama –Platte verteilt. Beim Landfahrzeug habe ich vorne 2 kleine Stücke von Fischerleine darunter gestellt. (Eigentlich sollte das Schiff permanent auf einem Antigravitationspolster ruhen.) Aber die Nylonleine sieht man auch kaum. ;-)

… und der Suche nach dem Verbleib der Fremdintelligenzen steht nichts mehr im Wege…

 

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